Presse

Presse & Forschung

Kurzberichte zu eigenen Erhebungen und Unternehmensstatements von NLTS Global Analytics. Ausführliche Produktartikel finden Sie auf den jeweiligen Verbraucherportalen — hier geht es um die Unternehmensperspektive.

Studien & Erhebungen

Studien & Erhebungen

Studie

Civey-Umfrage: Kostenlose SCHUFA-Datenkopie kaum bekannt

Repräsentative April-2026-Erhebung zu DSGVO-Auskunftsrecht, Kostenwissen und Erwartungen an digitale Zustellung.

  • 19,7 %kennen das Recht auf die kostenlose Datenkopie
  • 48,1 %können zu den Kosten keine Angabe machen
  • 49,9 %bewerten den Postversand der kostenlosen Kopie negativ
  • 53,0 %haben noch nie versucht, eine kostenlose Kopie zu beantragen

Eine im April 2026 durchgeführte Civey-Umfrage im Auftrag von NLTS Global Analytics zeigt: Das gesetzliche Recht auf eine kostenlose Kopie der bei der SCHUFA gespeicherten Daten ist für die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher nicht präsent. Nur etwa jeder Fünfte weiß, dass die Auskunft nach Art. 15 DSGVO grundsätzlich ohne Gebühr möglich ist.

Gleichzeitig kennen fast die Hälfte der Befragten die Kostenlage nicht — viele gehen von kostenlosen und kostenpflichtigen Varianten zugleich aus. Der juristische Begriff „Datenkopie nach Art. 15 DSGVO“ ist kaum verbreitet; geläufiger sind die Alltagsbegriffe „SCHUFA-Auskunft“ und „Selbstauskunft“.

Kritisch sieht die Mehrheit die Praxis der Zustellung: Während kostenpflichtige Produkte oft sofort digital verfügbar sind, erfolgt die kostenlose Datenkopie per Post. Knapp die Hälfte bewertet das negativ. Mehr als die Hälfte hat demnach noch nie eine kostenlose Kopie der eigenen SCHUFA-Daten beantragt.

NLTS Global Analytics fasst zusammen: Aufklärung über das bestehende Recht und einfachere digitale Wege zur eigenen Datenauskunft seien überfällig — besonders dort, wo Online-Anträge heute Standard sind.

Methodik: Civey befragte vom 10. bis 13. April 2026 online 5.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland. Die Ergebnisse sind repräsentativ; der statistische Fehler des Gesamtergebnisses liegt bei 2,7 Prozentpunkten.

Studie

Vertrauen in die SCHUFA — repräsentative Erhebung

Erste groß angelegte NLTS-Umfrage zum öffentlichen Vertrauen in die SCHUFA und zur wahrgenommenen Datenqualität.

  • 50 %vertrauen der SCHUFA wenig oder gar nicht
  • 21 %hatten Probleme mit falschen oder veralteten Einträgen
  • 1 von 5misstraut der SCHUFA vollständig

Im Januar 2021 hat NLTS Global Analytics eine repräsentative Befragung unter der deutschen Erwachsenenbevölkerung durchgeführt. Im Mittelpunkt stand nicht ein einzelnes Portal, sondern die Frage, ob die SCHUFA ihrem Anspruch „Wir schaffen Vertrauen“ noch gerecht wird.

Die Ergebnisse zeigen ein deutliches Spannungsfeld: Viele Befragte berichten von negativen Erfahrungen mit Einträgen; zugleich misstraut ein erheblicher Teil auch ohne eigene Vorgeschichte der Arbeit der Auskunftei. Als wiederkehrendes Motiv nannten Teilnehmende veraltete oder fehlerhafte Daten.

Die vollständige Auswertung inklusive Methodikhinweis steht als PDF-Dokument zur Verfügung. Zitate und Grafiken für redaktionelle Zwecke stellen wir auf Anfrage bereit.

Hinweis: Vorgängererhebung von Januar 2021; methodisch nicht direkt mit dem Civey-Monitoring 2023–2025 vergleichbar.

Studie

Civey-Monitoring: Wie Deutsche die SCHUFA einschätzen (2023–2025)

Abgeschlossenes zweijähriges Civey-Monitoring im Auftrag von NLTS Global Analytics zu Einfluss, Methodik und Vertrauen in die SCHUFA.

  • 57,1 %bewerten den Einfluss der SCHUFA negativ
  • 58,8 %halten die Bonitätsmethodik für nicht angemessen
  • 65,4 %haben geringes oder gar kein Vertrauen
  • 70,9 %Einfluss negativ bei 30- bis 39-Jährigen

Zum Abschluss des zweijährigen Monitorings (Datenstand 31. März 2025) bewerten 57,1 % der Bundesbürger den Einfluss der SCHUFA negativ (13,1 % positiv). 58,8 % halten die Methodik zur Ermittlung der Kreditwürdigkeit für nicht angemessen (17,4 % angemessen). 65,4 % haben geringes oder gar kein Vertrauen in die Arbeit der SCHUFA; großes Vertrauen äußern 10,6 %.

Am kritischsten urteilt die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen: 70,9 % bewerten den Einfluss negativ, 79,6 % äußern geringes oder kein Vertrauen. Der Anteil der Befragten, die bereits veraltete oder falsche Einträge in ihren SCHUFA-Daten hatten, stieg im Erhebungszeitraum von 16,8 % auf 20,7 %.

Civey befragte im Auftrag von NLTS Global Analytics vom 23. März 2023 bis zum 31. März 2025 fortlaufend Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren (rollierende Stichprobe, ca. 5.000 Befragte je Frage und Stichtag, Small Area Estimation). Berichtete Werte: Datenstand 31. März 2025.

Stellungnahmen

Stellungnahmen

Stellungnahme

Stellungnahme: Auskunftspraxis der SCHUFA und die noyb-Abmahnung

NLTS Global Analytics zur noyb-Abmahnung gegen die SCHUFA: Warum vollständige Datenauskünfte der Maßstab sein müssen — Einordnung mit eigenen Erhebungs- und Prozessdaten.

Die Datenschutzorganisation noyb hat die SCHUFA am 26. August 2026 förmlich abgemahnt und bereitet nach eigenen Angaben eine Sammelklage vor. Der Vorwurf: Die Auskunftei halte neben ihrem Produktivbestand ein Archiv mit historischen Daten — von noyb als „Schattendatenbank“ bezeichnet — und gebe diese Daten bei Auskunftsersuchen nach Art. 15 DSGVO nicht heraus. noyb beruft sich dabei auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs, wonach die Datenkopie eine vollständige und originalgetreue Reproduktion aller verarbeiteten Daten sein muss. Die SCHUFA spricht von einem archivierten Datenbestand mit Aufbewahrungsfristen von bis zu zehn Jahren.

NLTS Global Analytics betreibt mit selbstauskunft.de eines der reichweitenstärksten unabhängigen Portale für die Beantragung von SCHUFA-Datenkopien und hat seit 2020 mehr als eine Million Auskunftsersuchen technisch begleitet. Aus dieser operativen Erfahrung ordnen wir den Vorgang wie folgt ein:

Erstens: Die Frage, welche Daten eine Auskunft umfassen muss, ist keine juristische Feinheit, sondern der Kern des Auskunftsrechts. Verbraucherinnen und Verbraucher können Einträge nur dann prüfen und beanstanden, wenn sie sie vollständig zu sehen bekommen. Eine Auskunft, deren Umfang die Auskunftei selbst nach Relevanzgesichtspunkten bestimmt, verfehlt diesen Zweck.

Zweitens: Unsere eigenen Erhebungen zeigen, wie groß die Lücke zwischen Auskunftsrecht und Auskunftsrealität bereits heute ist. Nach einer von uns beauftragten Civey-Studie (April 2026, n = 5.000) haben 53,0 % der Deutschen noch nie versucht, eine kostenlose Datenkopie zu beantragen; nur 19,7 % kennen ihr Recht auf den kostenlosen Bezug. Zugleich gaben zum Abschluss unseres zweijährigen SCHUFA-Monitorings (2023–2025) 20,7 % der Befragten an, bereits von veralteten oder falschen Einträgen betroffen gewesen zu sein, und 66,3 % widersprachen der Aussage, ihre Daten seien bei der SCHUFA in sicheren Händen. Sollte sich der Vorwurf unvollständiger Auskünfte bestätigen, träfe er also auf eine Öffentlichkeit, die der Datenhaltung der Auskunftei ohnehin mehrheitlich misstraut.

Drittens: Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens bekräftigt der Vorgang, was wir seit Gründung vertreten: Transparenz, Datenqualität und nachvollziehbare Verfahren sind die Maßstäbe, an denen sich eine Auskunftei mit der Marktstellung der SCHUFA messen lassen muss. Ein einfacher, vollständiger und verständlicher Zugang zur eigenen Datenkopie ist die Voraussetzung dafür, dass Betroffene ihre Rechte aus der DSGVO überhaupt wahrnehmen können.

„Wir beobachten seit Jahren, dass Verbraucher ihre Auskunft anfordern und sich dann wundern, warum längst erledigte Vorgänge ihre Bonität beeinflussen, ohne in der Auskunft aufzutauchen. Die noyb-Abmahnung stellt genau die richtige Frage: Gehört dem Verbraucher die vollständige Wahrheit über seine Daten — oder nur der Ausschnitt, den die Auskunftei für relevant hält?“, sagt Frank Drescher, Geschäftsführer von NLTS Global Analytics.

Für Redaktionen: Unsere Erhebungsdaten (Civey-Studie 2026, SCHUFA-Monitoring 2023–2025) stellen wir auf Anfrage zur Verfügung: info@nlts.eu.

Stellungnahme

SCHUFA-Verkauf und kartellrechtliche Prüfung

NLTS kommentiert die geplante Transaktion um die SCHUFA Holding AG und die Rolle des Bundeskartellamts.

Im Frühjahr 2024 stand die mögliche Veräußerung der SCHUFA Holding AG — unter Beteiligung von Investorengruppen wie EQT — erneut im öffentlichen Fokus. Parallel prüfte das Bundeskartellamt die wettbewerbsrechtlichen Implikationen.

Aus Sicht von NLTS Global Analytics verdeutlicht die Debatte die gesellschaftliche Bedeutung von Auskunfteien: Millionen Verbraucher sind von Bonitätsentscheidungen betroffen. Unabhängig vom Eigentümer bleiben für uns Transparenz, Datenqualität und nachvollziehbare Verfahren die zentralen Maßstäbe.

Berichterstattung

Berichterstattung

Ausgewählte externe Berichte, die unsere Forschung oder Unternehmensstatements aufgreifen.

Pressekontakt

Pressekontakt

Interviewanfragen, Zahlenmaterial oder Hintergrundgespräche richten Sie bitte an unsere Zentrale. Geben Sie Medium, Thema und Redaktionsschluss an.

info@nlts.eu