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Civey-Messreihe SCHUFA (seit 2023)

Laufende Civey-Messreihe im Auftrag von NLTS Global Analytics zu Einfluss und Vertrauen in die SCHUFA. Aktualisierungswelle: September 2026; nächste Welle: März 2027 (geplant).

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Studie
  • 58 %haben geringes oder gar kein Vertrauen (Sept. 2026)
  • 16 %äußern großes Vertrauen (Sept. 2026)
  • 49 %bewerten den Einfluss negativ (Sept. 2026)
  • 78 %gering/kein Vertrauen bei 18- bis 29-Jährigen

Zum Abschluss der ersten zweijährigen Monitoringphase (Datenstand 31. März 2025) bewerteten 57,1 % der Bundesbürger den Einfluss der SCHUFA negativ (13,1 % positiv). 58,8 % hielten die Methodik zur Ermittlung der Kreditwürdigkeit für nicht angemessen (17,4 % angemessen). 65,4 % hatten geringes oder gar kein Vertrauen in die Arbeit der SCHUFA; großes Vertrauen äußerten 10,6 %.

Am kritischsten urteilte damals die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen: 70,9 % bewerteten den Einfluss negativ, 79,6 % äußerten geringes oder kein Vertrauen. Der Anteil der Befragten, die bereits veraltete oder falsche Einträge in ihren SCHUFA-Daten hatten, stieg im Erhebungszeitraum von 16,8 % auf 20,7 %.

Aktualisierung: Erhebungswelle September 2026

Im September 2026 hat Civey beide Kernindikatoren mit unverändertem Fragewortlaut erneut erhoben (2.–6.9.2026, je n = 5.000, statistischer Fehler 2,5 bzw. 2,6 Prozentpunkte). Auffälligster Befund ist eine gegenläufige Entwicklung der Generationen: Bei den 18- bis 29-Jährigen stieg der Anteil mit geringem oder keinem Vertrauen in die Arbeit der SCHUFA von 67,8 % (März 2025) auf 78 % — der mit Abstand höchste Wert aller Altersgruppen; großes Vertrauen äußern in dieser Gruppe 13 %. Die 30- bis 39-Jährigen, zuvor die kritischste Gruppe, verbesserten sich dagegen von 79,6 % auf 64 %.

In der Gesamtbevölkerung zeigen die Werte erstmals seit Beginn der Messreihe eine Entspannung: Der Anteil mit geringem oder keinem Vertrauen sank gegenüber März 2025 von 65,4 % auf 58 %, der Anteil mit großem Vertrauen stieg von 10,6 % auf 16 %. Der Einfluss der SCHUFA wird von 49 % negativ bewertet (März 2025: 57,1 %) — erstmals von weniger als der Hälfte der Befragten. Regional führt Sachsen die Misstrauens-Rangfolge an (65 %, großes Vertrauen: 9 %), gefolgt vom Saarland (64 %); die niedrigsten Werte weisen Schleswig-Holstein (52 %) und Hamburg (53 %) auf.

Balkendiagramm: Anteil mit geringem oder keinem Vertrauen in die SCHUFA — Gesamtbevölkerung vs. 18- bis 29-Jährige, März 2023 bis September 2026
IndikatorMärz 2023März 2025Sept. 2026
Vertrauen: groß13,3 %10,6 %16 %
Vertrauen: gering / gar nicht60,5 %65,4 %58 %
Einfluss: positiv17,2 %13,1 %19 %
Einfluss: negativ50,9 %57,1 %49 %

Hinweis Rundung: Werte der Welle September 2026 liegen exportbedingt in ganzen Prozentpunkten vor.

Methodik: Civey befragte im Auftrag von NLTS Global Analytics vom 23. März 2023 bis zum 31. März 2025 fortlaufend Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren (rollierende Stichprobe, ca. 5.000 Befragte je Frage und Stichtag, Small Area Estimation). Seit September 2026 wird die Messreihe in einzelnen Wellen mit unverändertem Fragewortlaut fortgeführt (zuletzt 2.–6. September 2026, je n = 5.000, statistischer Fehler 2,5 bzw. 2,6 Prozentpunkte).